Feier des traditionellen ukrainischen Sommerfestes Kupala.
Am 29. Juni organisierte der ukrainische Kulturverein in Greifensee ein Fest namens Kupala. Wir wollten Ukrainer versammeln und auch den Einheimischen unsere Traditionen zeigen.
An diesem Tag konnten unsere Gäste das Konzert unter Mitwirkung von zwei Opernsängerinnen und einem jungen talentierten Akkordeonisten genießen. Nach dem Konzert haben wir traditionelle Tänze getanzt, begleitet vom Volkschor mit traditionellen Liedern. Für die jüngsten Gäste gab es ein besonderes Programm mit Kinderschminken, Luftballons und Überraschungsspielen. Und natürlich genossen unsere Gäste den ganzen Tag über traditionelle Speisen, Getränke und Rituale.
Die Geschichte von Kupala ist sehr alt. Wir feiern das Fest seit Tausenden von Jahren. Seine Hauptmerkmale sind Feuer, Wasser, die verschiedene Rituale durchführen, und die Legende, dass die Tapfersten das Glück verdienen.
Nach der Einführung des Christentums wurde das Volksfest Kupala mit dem Fest Johannes des Täufers zusammengelegt und unter dem Namen Ivan Kupala bekannt. Während der Sowjetunion wurde es sogar verboten. Die Dorfbewohner versammelten sich jedoch weiterhin in der Kupala-Nacht in den Wäldern in der Nähe von Gewässern und sangen besondere Lieder, sprangen über Lagerfeuer, tanzten Reigentänze, Mädchen flochten Kränze und warfen sie ins Wasser, um von dem gewünschten jungen Mann aufgefangen und mitgenommen zu werden.
Die Jungen und Mutigen suchten auch nach einer Farnblume im Wald, die angeblich in der Mittsommernacht blühte. Wer sie fand, erlangte besonderes Wissen und Weisheit, die ihm halfen, all seine Wünsche zu erfüllen und nach Schätzen zu suchen.
Seit Tausenden von Jahren versammeln sich die Ukrainer an einem besonderen Sommerabend um ein Lagerfeuer, um ihr Glück zu finden. Normalerweise bedeutet dies, neue Bekanntschaften zu schließen, Freundschaften und Familienbeziehungen zu stärken und Kinder in Volkstraditionen einzubeziehen. Dies sind die wahren Schätze, die uns helfen, alle Schwierigkeiten und Prüfungen des Lebens zu überwinden.
Genau das brauchen die Ukrainer auf der ganzen Welt, auch in der Schweiz, heute. Die Ukrainer sind den Schweizer, die ihnen in ihrer Not helfen, dankbar und freuen sich, ihnen ihre Kultur und Traditionen zu zeigen.
Wir möchten uns bei allen Gästen bedanken, die unser Fest besucht haben, bei allen freiwilligen Helfern, die bei der Organisation geholfen haben. Wir sind der Pfarrei Johannes XXIII Greifensee-Nänikon-Werrikon besonders dankbar, dass sie uns die Möglichkeit gibt, dieses Fest in der Limi zu feiern.
Im Namen des Vorstands des Ukrainischen Kulturvereins (A.Hofmeyer, A.Pavlyk, N.Nikatova, H. Sierovetnik)